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Luftdichtheitsprüfung von Nichtwohngebäuden: Büros und Gewerbeflächen

Seit die RE2020 für Bürogebäude gilt, findet die Luftdichtheitsmessung am Bauende an Gebäuden statt, die ihr nie unterworfen waren. Und das Ergebnis ist oft eine böse Überraschung. Generalunternehmer, Bauträger und Bauleiter: Hier erfahren Sie, warum Nichtwohngebäude durchfallen und wie Sie das vermeiden.

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Warum Bürogebäude so oft beim Test durchfallen

Für Bürogebäude beträgt der Referenzwert der Luftdurchlässigkeit nach RE2020 1,7 m³/(h.m²) wärmeübertragende Hüllfläche ohne Bodenplatte. Dieser Wert muss durch eine Messung am Ende der Bauarbeiten nachgewiesen werden, ebenso wie ein besserer Wert, falls die Wärmeschutzberechnung einen solchen ansetzt, um die Anforderungen an den bioklimatischen Bedarf und den Energieverbrauch zu erfüllen. Mit anderen Worten: Ein neues Bürogebäude kann nicht mehr ohne Luftdichtheitstest übergeben werden, und das Messergebnis muss dem Wert der Berechnung entsprechen.

Das Problem: Die Bauweisen im Nichtwohnungsbau wurden ohne diese Anforderung entwickelt. Die Baustellenteams entdecken die Luftdichtheit erst beim Test, wenn Vorsatzschalen, abgehängte Decken und Fenster bereits eingebaut sind.

Typische Schwachstellen eines Nichtwohngebäudes

1. Mauerwerkswände mit punktweise geklebten Vorsatzschalen

Die Vorsatzschale aus Gipskarton und Polystyrol wird punktweise auf das Mauerwerk geklebt. Zwischen den Klebepunkten verläuft ein durchgehender Luftspalt hinter der gesamten Vorsatzschale. Luft, die über Steinfugen, Fensterlaibungen oder Leitungsdurchführungen eindringt, strömt hinter der Vorsatzschale weiter und tritt an Steckdosen, Sockelleisten und am Wandkopf in der abgehängten Decke aus.

2. Anschlüsse zwischen Wänden und Stahlträgern oder -stützen

Die Anschlüsse zwischen Mauerwerk, Stahltragwerk und Fassadenbekleidung hinterlassen Hohlräume, die nach dem Verkleiden der Konstruktion kaum noch abzudichten sind: durchlaufende Profile, Trägerenden, Anschlüsse am Wandkopf unter dem Dach.

3. Türen zwischen Büros und Lager- oder Werkstattbereichen

Wenn ein Gebäude beheizte Büros und unbeheizte Lagerflächen verbindet, verläuft die Grenze des Messvolumens über Nebentüren, leichte Trennwände und gemeinsame abgehängte Decken. Eine Tür ohne Dichtung oder eine Trennwand, die an der abgehängten Decke endet, genügt, um die Messung scheitern zu lassen.

4. Abgehängte Decken und Leitungsdurchführungen

Kabeltrassen, Lüftungskanäle sowie Heizungs- und Klimaleitungen durchdringen die Wände oberhalb der abgehängten Decke – dort, wo vor dem Test niemand hinschaut.

5. Aluminiumfenster und Glasfassaden

Anschlüsse zwischen Fenstern und Rohbau, Schwellen von Eingangstüren und Fugen von Vorhangfassaden: große Fugenlängen, oft am Bauende von einem anderen Unternehmen abgedichtet.

Unsere Methode für Generalunternehmer

Neues Bürogebäude beim Luftdichtheitstest mit doppelter Blower-Door

  • Vorabprüfung: Gemeinsam prüfen wir den in der Wärmeschutzberechnung angesetzten Wert, das zu messende Volumen und die Risikobereiche in den Plänen.
  • Zwischentest am Gebäude oder in einer Musterzone, vor Vorsatzschalen und abgehängten Decken: Wir messen, orten die Leckagen mit Ihren Teams und Nachunternehmern, und die Korrekturen erfolgen, solange sie noch einfach sind.
  • Abschlusstest bei der Abnahme, bei Bedarf mit mehreren Gebläsen, und normgerechter Bericht für die Fertigstellungsunterlagen.
  • Erfahrungsaustausch: Die auf einer Baustelle festgestellten Punkte dienen als Checkliste für Ihre nächsten Baustellen.

Wir sind im Bas-Rhin und in der Region Grand Est tätig, bei Bürogebäuden, Schulgebäuden, Gewerbeflächen sowie gemischten Büro- und Lagergebäuden.

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